31. Juli 2014

die schatten unserer mütter

die harten, klarumrissenen,
die nur schwarz und weiß kennen.
die nur weiß dulden
und doch selbst kein licht bieten.
deren erwartungen und kälte dein licht schlucken,
wenn du ihnen nicht rechtzeitig entkommst.

und die schwachen, diffusen,
die klare linien vermissen lassen.
die sich entziehen
und mehr fragen als antworten bieten.
die in ihrer eigenen hilflosigkeit durchs dunkel irren
und dich nie finden lassen, was du suchst.

und die übermächtigen, ewigen,
die überall zu sein scheinen.
die ihren schatten verleugnen
und meinen dir doch alles zu bieten.
die dich mit dunklen fingern zu halten versuchen,
bei jedem schritt, den du ins licht gehen willst.
 

und endlich herausgelöst aus ihrem schatten,
stehst du schließlich blinzelnd im licht.
und drehst dich erst befreit um dich selbst,
nur um mit schrecken festzustellen,
dass auch du schatten wirfst.
und mit faszination und angst gleichermaßen
suchst du in diesen formen nach dem,
was du aus der dunkelheit mitgenommen hast.


7. April 2014

besoffensichtlich

be│sof│fen│sicht│lich, Adj. oder Adv.; -er/ -sten (Neologismus)

beschreibt eine Verhaltensweise oder Aussage, die offenkundig teilweise oder auch vollständig auf den übermäßigen Konsum von Alkohol zurückzuführen ist. 
Parallel zum Blutalkoholwert steigt die Besoffensichtlichkeit exponentiell an, sodass der Wirkungskreis erweitert und damit die Einschätzung des Verhaltens auch durch bisher nicht involvierte Dritte möglich wird.

In drei Hauptkategorien lässt sich besoffensichtliches Verhalten besonders häufig beobachten:

1. Motorik
Gestik und Mimik der Person werden als zunehmend fahrig, unkontrolliert und oft auch übertrieben wahrgenommen. Besonders komplexe Bewegungsabläufe wie Geradeausgehen, Tanzen oder Treppensteigen werden dadurch massiv beeinträchtigt und stellen mitunter auch eine konkrete Gefahrenquelle für die Gesundheit der Betroffenen dar.
Das finale Stadium ist meist erreicht, wenn eine höchst unkomfortabel wirkende stehende, sitzende oder liegende Körperhaltung, verbunden mit einem komaähnlichen Schlafzustand eingenommen wurde.

2. Verbale Äußerungen 
Neben einer teilweise leicht bis stark verwaschenen Aussprache, bei der es nicht selten parallel auch zu gesteigertem Speichelaustritt kommt, fällt besonders der Emotions- aber auch Wahrheitsgehalt der besoffensichtlichen Wortmeldungen auf. Zu- und Abneigung gegenüber Personen, Institutionen oder generellen gesellschaftlichen Aspekten wird unverblümter und öffentlicher kundgetan. Nicht selten ist die Erinnerung an eben diese Äußerungen nach Ausnüchterung nur schwer und eine Rekonstruktion der Ereignisse nur mit Hilfe von anderen möglich.

3. Kommunikationstechnologien
Während sich die ersten beiden Erscheinungsformen relativ schwer im Nachhinein rekonstruieren lassen, ist dank moderner Kommunikationstechnologien wie Handy und Internet eine immer präzisere Dokumentation besoffensichtlichen Verhaltens möglich. 
Sofern der Betroffene noch in der Lage ist, die entsprechenden Endgeräte gemäß ihrer eigentlichen Bestimmung zu verwenden, sind die sonst leicht verdrängten Aussagen oder Ausführungen längerfristig - bei Veröffentlichung im World Wide Web ggf.sogar dauerhaft - abzurufen. 
Zu den bereits in vergangenen Jahrzehnten verbreiteten Suffanrufen gesellten sich in den letzten Jahren besonders zwei weitere Phänomene der Besoffensichtlichkeit: die Statusmeldung und die Textnachricht.

a) Die Statusmeldung in Social Networks ist zwar im Zweifelsfall durch Löschung rückrufbar, kann aber aufgrund ihrer Öffentlichkeit ggf. schwerwiegende persönliche oder gesellschaftliche Folgen für den besoffensichtlich Handelnden haben; angefangen von einer spontanen Änderung des Beziehungsstatus, über blamable Bild- oder Textaussagen, bis hin zur möglicherweise schicksalhaften Äußerungen über den Arbeitgeber und damit verbundene berufliche Konsequenzen.

b) Ähnlich verhält es sich mit den Textnachrichten. Da diese jedoch durch den Absender nicht nachträglich auf dem Endgerät des Empfängers gelöscht bzw. zurückgerufen werden können, kann es durch diese einfache Dokumentation zu hochbrisanten Situationen mit massivem Erklärungsbedarf kommen. 
Für den Empfänger lassen sich besoffensichtliche Nachrichten in der Regel an einem oder mehreren der folgenden Merkmale festmachen:
  • ungewöhnliche Uhrzeit (meist spätnachts bis frühmorgens)
  • ungewöhnlich hohe Fehlerfrequenz (Rechtschreibung, Satzbau, aber auch Autokorrekturfehler)
  • fehlende Zusammenhänge der Inhalte (z.B. durch Wiederholungen oder Auslassung)
  • ungewöhnlich starke emotionale Aufladung der Inhalte (teilweise auch mit Wechsel der Extreme)
  • inflationärer Gebrauch von Emoticons
  • Kontaktaufnahmeversuche in kürzer werdenden Intervallen, vor allem bei ausbleibender Reaktion des Empfängers
Zur näheren Kategorisierung der Äußerungen bzw. des Verhaltens lassen sich semantisch verwandte Begrifflichkeiten nutzen:

I) besoffenbar: 
Das Verhalten/ die Äußerung kann noch nicht eindeutig, aber mit einer hohen Wahrscheinlichkeit dem Konsum von Alkohol zugerechnet werden.

II) besoffenkundig:
Als Synonym zu besoffensichtlich zu verwenden. 

III) besoffenlegen/ besoffenbaren
Im Verhalten/ in den Äußerungen werden bisher zurückgehaltene Ansichten, Werte oder Gefühle kundgetan. Diese werden entweder bereits zuvor vorhanden und durch den Alkohol an die Oberfläche transportiert oder sind lediglich durch ihn ausgelöst. 

IV) Besoffensive 
Wird der Entschluss sich zu besoffenbaren bzw. gewisse Gefühle o.ä. besoffenzulegen bereits im nüchternen Zustand gefasst und nur zu diesem Zwecke Alkohol konsumiert (vgl. Mutantrinken), so lässt sich das entsprechende Vorgehen als Besoffensive einstufen.




14. März 2014

lieber umgedacht als ungedacht

Das komplizierte, das anspruchsvolle Menü, das man sich vorgenommen hat.
Man will es unbedingt,
es soll vollkommen sein 
und ausgereift 
und wunderbar.

Man hat das Rezept in der Tasche, 
die Vorstellung im Hirn, 
den Geschmack auf der Zunge.
Muss nur noch den Laden finden, der alle nötigen Zutaten bequem bereithält...
Doch die guten Läden, 
die Feinkostabteilungen und Delikatessgeschäfte sind schwer zu finden.
Oder zu teuer. 
Oder überfüllt. 
Oder bereits geschlossen. 

Man läuft durch den einen Laden, 
dann durch den anderen. 
Das kostet Zeit. 
Und Nerven.
Überall bekommt man mal mehr oder weniger vom Rezept.
Im Kopf immer noch die Vorstellung, dass es doch diesen einen Laden geben muss, der alles führt, was man will.

Also sucht man weiter und spielt eher noch mit dem Gedanken, die ein oder andere Zutat vielleicht weglassen zu können.

Vielleicht geht es auch ohne dies, 
schmeckt auch ohne das noch ganz passabel.

Aber wenn man ehrlich ist, wird dem Gaumen der Unterschied immer auffallen.
Wird der Zunge immer das ein oder andere fehlen.

Bisher hat man nicht wirklich gewagt über den Tellerrand hinauszuschauen, experimentelle Küche zu wagen.
Es war immer nur Hü oder Hott, 
der unerfüllte Wunsch nach Gourmetküche oder das Zufriedengeben mit Schonkost.
Auf die Kompliziertheit des Rezepts schimpfen kann nicht die Lösung sein.
Auch nicht die enttäuschte Schuldzuweisung an die Läden, 
die wider Erwarten doch nicht alles hatten, was man wollte.


Vielleicht mal die festgefahrene Denkweise ändern 
und anders an die Sache herangehen.
Aus dem bisherigen Muster des Abstrichemachens, 
aus der Genügsamkeit herausbrechen und kreativ werden.
Das komplizierte Menü hat verschiedene Gänge, 
auf die man nicht verzichten will.

Verzichten kann man aber eventuell auf eine andere Idealvorstellung:
darauf, dass man unbedingt alles in einem einzigen Laden finden muss.
 
  

13. März 2014

revolving doors


sometimes i feel like
relationships are revolving doors.
every time i try to get in
i'm just spinning 
and spinning
and spinning.
until finally i get spit out 
hitting the boardwalk again.
only getting a glimpse of what's inside
maybe i should take the opportunity,
take a few steps back 
and take a look,
if it's still the place i really want to enter
and if so, maybe i should look for another way in
and if there's no other door to get inside,
then maybe i just climb up that damn facade.
 
 
 

9. Februar 2014

[sullen sunday]: reibungsarm

Wäre ich heute eine Wildsau und ich meine eine echte Wildsau und nicht nur jemand, der sich wie eine benimmt, dann wäre mir wohl sehr danach, mich irgendwo so richtig kräftig zu wetzen, zu schubbern.
Ich würde mir eine Eiche oder eine alte Birke suchen, etwas mit einer wirklich ordentlichen Borke und mich daran scheuern.
So lange, bis ich endlich wieder das Gefühl habe, mich zu spüren.
Denn heute spüre ich mich nicht wirklich und es macht sich der Eindruck in mir breit, dass ich das schon eine Weile nicht mehr tue.
Zumindest nicht mehr vollständig.
Das ist seltsam, denn ansonsten geht es mir gut.
Ich bin von Menschen umgeben, die ich mag und die mich mögen.
Ich fühle mich aufgehoben und meist auch verstanden.
Es ist alles in Ordnung.
Es ist alles okay.
Aber es ist reibungsarm.
Es ist verschwommen.
Es erscheint mir irgendwie unvollständig oder zumindest nicht klar umrissen.
Ich suche die Grenze und teste sie aus, fast wie ein Teenager, der sich gegen die Eltern auflehnt. Aber da sind keine Eltern, deren Regeln ich überschreiten kann.
Also überschreite ich meine eigenen und die der Menschen, die ich mag.
Und manchmal verletze ich sie.
Weil sie eben keine Bäume mit Borke sind.
Weil sie eben nicht einfach eine harte, raue Fläche sind, an der ich mich einfach so schubbern kann, nur weil mir grade danach ist.

Aber so etwas fehlt.
So jemand fehlt.
Aber das ist mein Problem und ich darf nicht anfangen, es zum Problem anderer zu machen.
Das hier ist nicht allein mein Wald.






2. Februar 2014

frankenstein



wie erschreckend wäre es wohl, 
wenn wir uns selbst von außen sähen,
wie wir unseren sonst so klugen kopf
an die schulter eines anderen nähen
und so ein beziehungsmonster erschaffen,
das nur noch symbiotisch existiert,
in dem wissen - und meist auch aus erfahrung,
dass es irgendwann zwangsläufig krepiert.
jede trennung als phantomschmerz,
sich selbst zu verstümmeln bereit,
sind wir angeglichen und angepasst,
amputieren uns unsere eigenständigkeit
und mit wundbrand und im fieber
wird getackert und geklebt
und selbst emotionsnekrose
stets nochmal wiederbelebt.
die maximale nähe erzwingend,
jede weitsicht man verliert,
um zu sehen, zu erkennen,
welches monster man kreiert.
zu welchem monster man selbst wird,
dass man letztendlich nicht erkennt,
dass man nicht zueinander passt
und sich hoffnungslos verrennt,
in den wunsch nach der andern hälfte,
etwas, was zum ganzen fehlt,
dabei wäre zeit zu nehmen,
sich zu geben, das was fehlt.
stattdessen näht und tackert man
sich aneinander fest,
ignoriert das Jucken, dass es scheuert,
dass es nässt.
lieber chronisch unzufrieden
als chronisch allein.
lieber schlecht sitzende prothese
als unvollständig sein.

vielleicht müsste man einfach aufhören
sich als unvollständig, als hälfte zu sehen,
sondern sich als vollständiges ganzes,
doch mit rissen und ecken und kanten verstehen.
es gibt nicht das einzige puzzleteil,
das sich nahtlos in all unsere macken fügt
und wer meint, man müsse nur lang genug warten
oder fieberhaft danach suchen, der lügt.
ich hab selbst so oft daneben gelegen
und habe weiß gott kein rezept wie's gelingt.
auch ich habe todgeweihte monster erschaffen
und weiß nun, dass kleben und tackern nichts bringt.
doch ich will nicht mehr trauriges ausstellungsstück
in meiner eigenen monstershow sein
ich bin lieber zukünftig geduldig und fair
und ehrlich zu mir selbst... anstatt frankenstein.






26. Januar 2014

[sullen sunday]: jenseits meiner Füße

Tschilp-tschilp.
Ich höre Vogelgezwitscher.
Schön, möchte ich zuerst denken, man lebt ja schließlich in der Stadt und am Morgen (a.k.a. Vormittag) gibt es schlimmere Dinge, die man beim Aufwachen hören könnte, z.B. Baustellenlärm oder die Waschmaschine im Schleudergang oder Sirenengeheul oder den Rentnernachbarn von oben, der seinen erwachsenen Sohn zwanzig Minuten lang anbrüllt.
Alles schon gehabt.
Alles schlimmer als Vögel.

Trotzdem bin ich genervt vom Vogelgezwitscher. Denn es erinnert mich daran, dass dieses riesige Altbaufenster in meinem Zimmer nicht richtig schließt und es somit auch im eigentlich geschlossenen Zustand jegliche Geräusche von draußen hereinlässt.
Und Kälte.
Und kalt ist es zur Zeit ziemlich.
Irgendjemand muss seinen Teller nicht aufgegessen oder Petrus geärgert oder irgendein Winter-Comeback-Voodoo-Ritual abgehalten haben...
Jedenfalls ist der Winter jetzt da.

Jenseits meiner Füße schaue ich aus dem großen und leider nicht ganz schließenden Fenster in den Hinterhof und da ist er.
Auf dem Rankgitter mit dem seit Ewigkeiten nicht mehr zurecht geschnittenen Wein. Auf den Fahrradsätteln. Auf dem Wellblechdach. Auf der Mauer zum angrenzenden Schulhof. Auf den Dächern der Nachbarhäuser. Auf den Zweigen der Fünfzehnmeter-Fichten.
Schnee.
Yay.

Er muss in der Nacht gefallen sein und soeben fällt er immer noch ein bisschen in diesen winzig kleinen Rieselflöckchen, die fast aussehen wie Nieselregen.
Vielleicht liegt es am Sonntagmorgentief oder an dem eher trostlosen Ambiente im Hinterhof/Garten, aber irgendwie hat mich der Anblick von Schnee schonmal positiver gestimmt.
Ich liebe zum Beispiel Skifahren, was ja bekanntlich besser mit Schnee drunter funktioniert.
Und als Kind fand man ihn ja auch grandios und hat die Schneetage gefeiert, wie sie fielen.
Ich mag auch immer noch Winterwonderland-Spaziergänge im Wald oder das
Knirschen unter den Füßen, wenn man durch frischen Schnee läuft.
Aber jetzt grade in diesem Moment sorgt der Anblick jenseits meiner Füße allerhöchstens dafür, dass ich mir die Decke noch einmal über den Kopf ziehen und erst wieder aufwachen will, wenn das Vogelgezwitscher den verdammten Frühling einläutet.
Tschilp.
Tschilp.
Tschüss.





20. Januar 2014

erinnerungs-wert

ich erinnere kaum die besonderheiten der wege,
die ich tausendfach ging,
doch den ungewöhnlichen pfad im dunklen
nahm ich wahr mit allen sinnen.

hörte ich hundertfach nette worte,
sie flogen in einem rauschen vorbei,
doch bisher nie gesagtes
flüstert bis heute in meinem ohr.

schallt auch das ganze leben
in harmonischen akkorden,
so ist es die bisher unberührte saite,
die länger nachklingt als alles andere.

betrittst du nicht unentdecktes land,
findest keine weiße flecken auf meiner karte,
hinterlässt du keine knoten in meinen tüchern
und abdrücke in meinem schlamm,
ist es möglich, dass ich,
auch wenn ich nicht will,
dich vergesse, verdränge, verliere.

schleudere meine gedanken in neue richtungen,
wirf meine bisherigen standpunkte um,
zeige mir seiten an mir, die ich nicht kenne,
hinterlasse in meinem leben deine spur
und es ist sicher, dass ich,
ob gut oder schlecht,
die erinnerung an dich bewahre.



 ******

 "sometimes you never know the value of something, until it becomes a memory"

(dr. seuss)










5. Januar 2014

[sullen sunday]: kommerz-schmerz

Manchmal wünsche ich mir, der Junge würde seinem Vater sagen, dass er sich die scheiß Nutellastulle sonst wohin schieben kann.
Einfach so.
Weil er eben morgens um zwanzig vor sieben einfach mal ein kleiner, pubertierender Scheißer ist.

Oder ich stelle mir vor, dass die heile Welt am TV-Frühstückstisch dann den Bach runtergeht, wenn das ungeschickte Kind das kostbare Glas Hohes-C umschmeißt und einem beliebigen Elternteil mal gehörig der Kragen platzt.
 
Vielleicht ruft ja noch jemand außer mir manchmal nach dem glockenhellen Sanostol-Singsang einfach mal herzhaft "Schnauze", weil einem vor lauter Zuckergussfamilienästhetik spontan schlecht wird?
Und warum scheint da eigentlich auch in offensichtlichen Pseudo-Wochenalltagsszenen immer die Sonntagvormittags-Sonne in die Designerküche?

Ich würde so gern sehen, wie der dicke Onkel beim Rügenwalder Mühlenfest sturzbetrunken seine Frau anpöbelt, weil sie nicht genug Leberwurst gekauft hat und die übrige Verwandtschaft deswegen betreten auf ihre Wurststullen guckt.
Und überhaupt... Wurststullen zum Fest.
Großartig.

Oder vielleicht mal einen vorwurfsvollen Blick im Gesicht der ewig grinsenden Rama-Mutti erhaschen, wenn sie ihre Teenagertochter mustert und dann einen hilfreichen Kommentar dazu ablässt, ob diese sich die Margerine wirklich so dick aufs Brötchen schmieren will, wo sie sich doch eben wieder die neuen Jeans gekauft hat?
Das wäre doch mal was anderes!

Das kleine Mädchen würde in ihrer Butterbrotdose keine liebevolle Notiz "du schaffst das schon" finden, sondern von Vati morgens einen Euro für den Bäcker um die Ecke in die Hand gedrückt kriegen.
Weniger liebevoll gemeint versteht sich.
Analogkäsebrötchen und so.

Manchmal wünsche ich mir das.
Statt Kommerz-Schmerz.
Aber nicht-fernsehen hilft.
Yay.

Schönen Sonntag noch...