31. Oktober 2013

Moment...muss noch eben mein Podest fertig bauen.

Habe kürzlich schmerzlich feststellen müssen, dass es durchaus an Unmöglichkeit grenzt sich selbst und allein auf Händen zu tragen.
Habe daher nun beschlossen, mir stattdessen selbst ein Podest zu bauen.
Bin ja praktisch veranlagt.

Die hauchfeine Note Resignation und die Prise Zynismus ignorierend, liegt die wesentliche Hauptkomponente dieses Selbstbeweihräucherungsmenüs definitiv in der viel positiveren Selbst- und Fremdwahrnehmung.
Habe entschieden, dass es meinem Leben einen entscheidenden Schubs in die richtige Richtung geben kann, wenn ich nicht mehr allein darauf warte, dass jemand um die Ecke kommt und urplötzlich das spontane Bedürfnis verspürt mich kleinen Zwuckel vom Boden aufzuheben und auf Händen durch die Menge zu tragen.
Was ich durchaus verdient hätte.
Habe es mir vielmehr zum Auftrag gemacht, es den liebenswerten, interessanten und umwerfenden Personen da draußen einfach ein bisschen leichter zu machen, mich zu finden und als ebenso liebenswert, interessant und umwerfend einzuschätzen.
Als Ideal wird dazu aufgestellt, dass man sich auf Augenhöhe begegnet. Aufgrund meiner geringen Körpergröße eher im übertragenen Sinn gemeint. Klare Sache.
Kam in der Vergangenheit aber immer wieder vor, dass ich mein Gegenüber auf ein Podest stellte und damit über kurz oder lang unerreichbar machte.
Konnte auf Dauer nicht gut gehen.
Plan lautet daher nun, eigenes Podest fertig stellen und pflegen, frische Luft dort oben genießen, freien Kopf  behalten.
Und bei Gelegenheit liebenswerte, interessante und umwerfende Person, die mich in der Menge ausfindig gemacht hat, auf eben dieses Podest einladen.
Neben mich.
Auf Augenhöhe.
Im übertragenen Sinn.
^-^

10. Oktober 2013

chances/choices/changes


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want to change? make the choice when you get the chance.
got a chance? make a choice to change something.
got no choice? there's your chance to change.

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hinweis:
kleine blog-pause.
viel zu tun derzeit.
gedankenmachen beschränkt sich momentan auf alltagsproblemchen und organisatorisches.
bald wieder mehr.
^-^

6. Oktober 2013

screen burn

Gedachtes, Geschriebenes, Vorgestelltes, gesehen als Bild, gesehen als Film, abgespielt vor dem inneren Auge, gespürt, gefühlt, gerochen, geschmeckt...
So vieles, was sich auf unserer Festplatte, auf unserem Bildschirm abbildet. Manches davon taucht nur ein einziges Mal auf.
Ein kurzes Flackern, das wir manchmal fast versäumen und uns hinterher fragen, ob wir es uns nur eingebildet haben oder ob es wirklich da war.
Anderes kommt wiederholt vor und wir gewöhnen uns an den Anblick. Heißen ihn willkommen wie eine lange nicht gesehene Folge unserer Lieblingsserie. Oder ignorieren, was wir sehen, weil es nicht unbedingt die beste Aussicht des Tages ist.

Und dann noch die Dinge, die sich festbrennen in unserem Gedächtnis, wie die Fenster auf unseren alten Röhrenbildschirmen, wenn wir früher vergaßen den Schoner zu aktivieren.
Auch wenn man die Erinnerung abschalten möchte, die Spuren bleiben sichtbar. Sie rufen wach, was gewesen ist. Auch hier manchmal ein willkommenes Geschenk oder ein schmerzliches Bohren in alten Wunden. Manchmal schön darin zu schwelgen, manchmal Geißel, von der man sich losreißen möchte, müsste... und dann doch nicht kann.
Screen burn.
Eingebrannt.
Manchmal selbst noch im abgeschalteten Modus erkennbar, wirft es Fragen auf.
Wie kommt es dazu, dass sich manche Eindrücke scheinbar so viel schneller und tiefer in auf unseren Schirm einzubrennen scheinen als andere?
Von welcher Qualität sind diese Erinnerungen, dass wir sie nicht so ohne weiteres loslassen wollen oder können?