25. Mai 2013

Meindung

Meindung, die, -en , (Neologismus)

Als negativ konnotierte Ergänzung zum zunächst neutralen Begriff Meinung werden unter dem Begriff Meindung jegliche als abwertend oder überflüssig empfundene Stellungnahmen anderer zum eigenen Denken oder Handeln zusammengefasst.
Während die Meinung in ihrer ablehnenden oder unterstützenden Wertung stets abhängig von der individuellen Wertschätzung dem Meinungsäußernden gegenüber ist, geht der Empfänger von Meindungen generell von deren Nutzlosig- und/oder Böswilligkeit aus.

Ein weiteres Definitionskriterium von Meindungen ist die Ungebetenheit. Diese kann entweder schon im Vorfeld der Meindungsäußerung gegeben sein, wenn sich zum Beispiel ein Außenstehender in ein Gespräch einmischt (s.a. Senfdazugeben). Sie kann aber auch unmittelbar im Anschluss an die Äußerung einer erwarteten Meinung auftreten und dafür sorgen, dass diese in eine Meindung herabgestuft wird.

Umgangssprachlich findet sich das Suffix -dung auch in Vulgär-Formulierungen wie "auf deine Meinung kann ich scheißen", "darauf geb ich einen Scheiß" oder "den Scheiß/ Mist kannst du für dich behalten" wieder.

21. Mai 2013

Herzschmerz [pp33]

Dumpf-pochend.
Die Vorahnung, etwas kommt,
das einen verletzen wird.
Nervös, flatternd und bang.

Müde-seufzend.
Der letzte Zweifel, durchzuziehen,
was den Schmerz teilt und dennoch doppelt.

Lähmend-stechend.
Die Gewissheit, dass alles,
was man befürchtete, eintritt.
Kurzatmig und heiß.

Flau-abwartend.
Das Bangen, wie reagiert,
was einst so wunderbar berechenbar war.

Steigernd-krampfend.
Der Griff, suchend nach dem,
was einen zuletzt aufrecht erhalten könnte.
Verzweifelt und ringend.

Zögerlich-hadernd.
Das Hinterfragen, wie antworten
auf etwas, was man selbst nicht genau weiß.

Vergiftet-brennend.
Der Kampf, wütend auf das,
was zu ändern man nicht in der Lage ist.
Jammernd und fluchend.

Ängstlich-beharrend.
Das Versichern, sich selbst
den Sinn des Ganzen vor Augen führen.

Mutlos-sinkend.
Die Resignation, ziehen lassen,
was nicht mehr zu einem zu gehören scheint.
Fassungslos, leer und kalt.

Besorgt-erleichtert.
Die Schwere der Last, abgenommen
und dennoch nicht gänzlich befreit.

Unfassbar-traurig.
Der Wunsch, bewusst zu machen,
was der andere nicht sehen konnte.
Seufzend, klein...und still.

1. Mai 2013

50f - spiel.


spiel. - 

mit einem royal flush werfe ich
dich auf der schlossallee raus.
mit dreifachem wortwert löse ich
die millionenfrage mit "schachmatt".

Topwords - Spielbrett - Mai 2013

Mehr zum Fotoprojekt 50f gibt's hier.