31. März 2012

Ein Schlag ins Genick... ein Limerick!



Ein untreuer Gatte aus Meppen
fiel unsanft hinunter die Treppen,
    wo ihm danach
    der Halswirbel brach.
Damit war's vorbei mit Abschleppen.

30. März 2012

50f - monument.



monument. - 

was müssen die menschen mit offenen mündern
vor deiner imposanten erscheinung gestanden haben,
als du auf grazilste art tonnenschwere lasten hobst
und "form follows function" noch kauderwelsch war.



schiffshebewerk henrichenburg - waltrop - märz 2012

12. März 2012

Neulich... in einem Anflug von 80er-Jahre-Nostalgie


"Das können die doch nicht machen!", empörte sich Kerstin, deren geballte Fäuste vor Wut zitterten. Ihre  roten Locken wurde ihr ins sonnensprossige Gesicht geweht, als sich sich ihrem Verlobten Bernd zuwandte.
"Beeeeernd! Nun sag doch auch endlich mal was dazu!"
Bernd Buse, 33 Jahre, Anlagenmechaniker aus Niederzwiesel, wirkte seltsam unbeteiligt, während seine bessere Hälfte zeternd und wild gestikulierend auf- und abmarschierte. Gemächlich kratzte er sich sein dichtes Brusthaar, anschließend den rechten Nasenflügel und blickte erneut auf den aushängenden Fahrplan, der sich hinter leicht schwärzlich verkokeltem Kunststoff von eingedrungener Feuchtigkeit der Seeluft leicht verzogen hatte.
"Tja...", murmelte er nun schon zum dritten Mal, was Kerstins Laune vermutlich noch mehr in den Keller trieb, als der Umstand, dass sie immer noch in dieser schäbigen Bushaltestelle festsaßen.
"Ach, du bist so ein Waschlappen!", zeterte sie nun und baute sich herausfordernd vor ihm auf, in der Hoffnung, dass diese Beleidigung endlich einmal eine erkennbare Gemütsregung in sein leicht teigiges und unrasiertes Gesicht bringen würde. Vergeblich.
Das spitze Kinn hervorgestreckt, die braunen Augen vor Verachtung funkelnd, stieß sie ihn nun mehrfach mit dem knallrot lackierten Fingernagel des Zeigefingers in die Brust. Dazu spuckte sie begleitend die folgenden Worte in Bernds Gesicht:
"Das! Ist! Einzig! Und! Allein! Deine! Schuld!"
Bernds eh schon nicht allzu breite Schultern sackten bei jedem Fingerstoß etwas mehr in sich zusammen und sein gequälter und gesenkter Blick war mitleiderregend.
Leider war außer den beiden keiner dort, der für ihn hätte Mitleid empfinden können. Sie waren allein.
Soeben war der letzte Bus an diesem Tag von dieser gottverlassenen Bushaltestelle am verdammt einsamen anderen Ende der Insel, weit ab des Ferienortes, abgefahren.
Ja, er war abgefahren. Ohne Kerstin und Bernd mitzunehmen.
Nein, sie waren nicht zu spät gewesen.
Bernd hatte sogar extra darauf geachtet, dass sie rechtzeitig vom Strand aufbrechen. Dass die Strandmatten entsandet und aufgerollt, die Tupper-Dosen verstaut, die Sonnencreme verschlossen in der Tasche und einwickelt in die Handtücher liegt. Er hatte in aller Eile schon mal Kerstins Espandrilles ausgeschüttelt gehabt und seine Mokassins.
Nein, sie konnte ihm eigentliich nicht vorwerfen, dass es seine Schuld gewesen war.

"Weißt du...", begann er zögerlich.
Ein hasserfüllter Blick traf ihn. Wieder diese Verachtung.
"Was?"
"Vielleicht hätten wir einfach tun sollen, was der Busfahrer verlangt hat.", murmelte Bernd.
"WIE BITTE?! Sag mal spinnst du? Was bist du denn überhaupt für ein Mann, der sich kein Stück durchsetzen kann?", keifte Kerstin. "Du hättest doch glatt klein beigegeben und mich hier stehen lassen, wenn ich mich nicht für unsere Ehre eingesetzt hätte!"
"Aber... er hatte doch..." Bernd seufzte.
"Jetzt behaupte bloß noch, dass dieser schmierige Lackaffe in seinem verschwitzten Polohemd Recht hatte! Das ist ja noch schöner! Zu wem hältst du denn eigentlich?"
Kerstin kochte vor Wut.
"Und wie der mich angeglotzt hat!"
"Na ja..."
"WAS?"


Tja, was eigentlich?
Würde Bernd seine hysterische Verlobte beruhigen und noch rechtzeitig zu "Dallas" zurück ins Hotel kommen?
Würde Kerstin die Verlobung auflösen, weil Bernd sich nicht genug für sie eingesetzt hatte?
Und was erdreistete sich eigentlich dieser Busfahrer, als er die beiden Liebhaber der Freikörperkultur nicht ohne Bekleidung transportieren wollte?


Fragen über Fragen.

Erfahren sie mehr... über vollkommen andere Dinge, wenn es wieder heißt:

Neulich...

11. März 2012

Ein zweiter Blick... ein Limerick



Ein Metzgermeister aus Essen,
ließ sich beim Verwursten nicht stressen.
   Seine Ex wollte Knete,
   nun war sie Pastete.
Das Thema war damit gegessen.